Eine gelebte Verpflichtung – so nennt das Rote Kreuz seinen Einsatz für Flüchtlinge. Am 18. Dezember war der „Internationale Tag der Migranten“ – Grund genug einmal kurz vorzustellen, was die Rotkreuz-Arbeit für Migranten beinhaltet:

Menschen verlassen ihre Heimat nicht freiwillig. Es geht ihnen schlecht, weil in ihrem Land Bürgerkriege ausgetragen werden, weil sie unter schwerer Armut leiden, von Naturkatastrophen bedroht sind, um ihr Leben kämpfen.
In der Fremde geht es Flüchtlingen ebenfalls nicht gut. Sie haben ihr Leben gerettet, aber sie sind geschwächt und benötigen Hilfe.
Die Internationale Föderation vom Roten Kreuz (IFRC) hat 10 Prinzipien für die Flüchtlingshilfe aufgestellt, die unter anderem beinhalten, dass sich die Hilfe explizit auf die Bedürfnisse der Migranten fokussiert – entweder kurzfristig mit der Aufnahme in Flüchtlingscamps oder langfristig bei der Integration in eine neue Gesellschaft und Kultur.
Ein weiteres Prinzip bezieht sich auf den Schutz von Migranten. Häufig kennen sie ihre Rechte nicht und werden in ihrer Menschenwürde angetastet. Das Rote Kreuz unterstützt sie in der Wahrnehmung ihrer Rechte und beschafft ihnen ggfs. Rechtsbeistand.
Wohin und wie weiter?
Oft stellt sich für Flüchtlinge die Frage, ob und unter welchen Umständen sie in ihre Heimat zurückkehren können. Das Rote Kreuz vermittelt ihnen dann das nötige Wissen und zeigt ihnen Optionen auf. Nach den Grundsätzen der "Neutralität" und "Unabhängigkeit" kann es aber nicht entscheiden, welche Lösung die beste ist.
Mit Sicherheit aber bieten die 186 nationalen Rotkreuz-Gesellschaften - in reichen Ländern, in armen Ländern, in konfliktreichen Ländern, in friedlichen Ländern – engmaschig vernetzte Anlaufstellen und Informations-Tools für Flüchtlinge auf der ganzen Welt.
G. Debatin
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