DRK-Projekt: Klimawandel

Die kommende JRK-Kampagne klärt auf, wie Menschen sich vor den Folgen des Klimawandels schützen können. Wie das praktisch funktioniert, zeigt ein DRK-Projekt in Togo zur Umsiedlung von Dörfern aus überschwemmten Gebieten.

Überschwemmtes Gebiet in Togo. Foto DRK
Überschwemmtes Gebiet in Togo

Hurrikane, Dürre, Überschwemmungen – der Klimawandel kann zu extremen Wetterereignissen führen mit verheerenden Folgen für die betroffenen Menschen, besonders für jene, die in Entwicklungs- und Schwellenändern leben. Welche Folgen sind das genau? Und was können und müssen die Menschen tun, um Naturkatastrophen nicht hilflos ausgeliefert zu sein?

Die im Jahr 2012 startende Kampagne des Jugendrotkreuzes setzt sich genau mit diesen Themen auseinander: Mit den humanitären Konsequenzen des Klimawandels. Dabei verknüpft die Kampagne Aufklärung & Aktionen und dockt auch an die Katastrophenvorsorge und –hilfe des DRK an.

Umsiedlung in Togo
Ein beispielhaftes Projekt, wie man am besten mit Überschwemmungen umgeht, zeigt das „Umsiedlungsprojekt für überschwemmungsbedrohte Dörfer in Togo“: Der Klimawandel führte in den letzten fünf Jahren in der Region Maritime zu großflächigen und langanhaltenden Überschwemmungen. Die Häuser und Felder der Bewohner, die seit Jahrhunderten in Einklang mit dem Mono-Fluss leben, wurden wiederholt zerstört und ihre Tiere starben. Auch in der Trockenzeit war 2010 ein Wasserstand von 2 Metern zu verzeichnen.

Karte von Togo. DRK

Gemeinsam mit dem Togoischen Roten Kreuz und mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) führt das DRK ganze Umsiedlungen von sechs Dörfern in die Ortschaft Atakpamédé durch, um den Lebensstandard und Gesundheitszustand der betroffenen Bewohner zu verbessern.

Hilfe zur Selbsthilfe
Neue Schulen, Gesundheitsposten und Wohnhäuser kommen hinzu – deren Bau wird von benachbarten Haushalten unterstützt. Selbsthilfe-Gruppen werden in den Bereichen Buchhaltung und Arbeitsplanung geschult, um die Verwaltung der erweiterten Infrastruktur gewährleisten zu können. 

Landwirtschaft
Bauern erhalten eine praktische Ausbildung in neuen Methoden für die Landwirtschaft und den Gemüseanbau, die an die Klimaveränderungen in Togo angepasst sind. Die Schulung umfasst auch verbesserte Methoden für die Kleintierhaltung. Auf diese Weise sichern und verbessern die Bewohner ihre Nahrungsmittelvorsorge und den Absatz auf dem lokalen Markt.

Gesundheit
Um die Gesundheit der Dorfbewohner und die Hygienebedingungen nachhaltig zu verbessern, werden Rotkreuz-Frauengruppen zu diesen Themen geschult. Sie informieren die Bevölkerung über häufige Erkrankungen und wie man ihnen entgegenwirken kann. Dabei werden sie von „öffentlichen Hygienekomitees“, unterstützt, welche die Sauberhaltung der Siedlungen organisieren.

Menschen, denen durch den Klimawandel die Lebensgrundlage entzogen wird, kann geholfen werden – kurzfristig und langfristig. Das zeigt das Rotkreuz-Projekt in Togo. Anstatt im Elend ihres überschwemmten Landes zu „versinken“, erhalten die Menschen neue Möglichkeiten und Fähigkeiten, um in der Gegenwart und Zukunft mit dem Klimawandel leben zu können.

gd


DRK-Bericht zum Togo-Projekt

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